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Kakaofrucht oder Kakaobohne: Was landet eigentlich in deiner Tasse?
Zwei Namen, ein häufiges Missverständnis
Kakaofrucht, Kakaobohne, Kakaomasse: Wer sich zum ersten Mal mit zeremoniellem Kakao beschäftigt, stolpert schnell über diese Begriffe. Sie werden oft synonym verwendet, meinen aber ganz unterschiedliche Dinge. Das ist kein Zufall, denn zwischen der Frucht am Baum und der fertigen Tasse Kaburoh liegen mehrere Verarbeitungsschritte, und jeder davon verändert, was du am Ende trinkst.
Die Kakaofrucht: groß, bunt und kaum bekannt
Die Kakaofrucht wächst direkt am Stamm oder an den älteren Ästen des Kakaobaums, in Gelb, Orange oder Rottönen, je nach Sorte. Sie ist deutlich größer, als viele erwarten, oft 15 bis 30 Zentimeter lang. Im Inneren liegen 30 bis 40 Samen, eingebettet in eine weiße, faserige Pulpa. Diese Pulpa schmeckt überraschend frisch und tropisch, süß und leicht säuerlich, mit Aromen, die eher an Litschi oder Mango erinnern als an Kakao. Wer nur Schokolade oder Kakaogetränke kennt, würde die Frucht kaum damit in Verbindung bringen.
Was aus den Samen wird: die Kakaobohne
Die Samen selbst, roh aus der Frucht gelöst, schmecken bitter, adstringierend und keineswegs nach Kakao. Erst die Fermentation macht sie dazu: Samen und Pulpa werden gemeinsam gestapelt und über 5 bis 7 Tage fermentiert. Dabei baut sich die Pulpa ab, die Temperatur steigt, und in den Samen entstehen die Aromavorstufen, die später beim Rösten erst richtig aufblühen. Ohne diesen Schritt gäbe es keinen Kakaogeschmack, nur bittere Samen. Nach der Fermentation werden die Bohnen mehrere Tage in der Sonne getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt stimmt und sie lager und transportfähig sind.
Von der Bohne zur Kakaomasse
Getrocknete, fermentierte Kakaobohnen sind der Rohstoff, den wir von der Cooperativa Norandino in Peru direkt beziehen. Bei Kaburoh werden sie gereinigt, schonend geröstet und anschließend gemahlen, bis reine Kakaomasse entsteht: ein einziges Produkt, ohne Zusätze, ohne Zucker, ohne Aromen. Genau diese Kakaomasse ist es, die sich auflöst, wenn du dir eine Tasse Kaburoh zubereitest. Nicht die Frucht, nicht die Pulpa und auch kein Pulver mit reduziertem Fettgehalt wie klassisches Kakaopulver.
Die drei Stationen auf einen Blick
- Kakaofrucht: die ganze Frucht am Baum, mit Schale, Pulpa und rohen Samen darin.
- Kakaobohne: der fermentierte und getrocknete Samen, Ausgangspunkt für die Weiterverarbeitung.
- Kakaomasse: die geröstete, gemahlene Bohne, bei Kaburoh ohne jeden Zusatz. Genau das, was in deiner Tasse landet.
Was das für deine Tasse bedeutet
Wenn du eine Tasse Kaburoh trinkst, landet also weder Fruchtfleisch noch die Kakaofrucht selbst in deinem Getränk. Was du schmeckst, ist das Ergebnis eines langen Wegs: von der Frucht über die fermentierte, getrocknete Bohne bis zur gerösteten, gemahlenen Kakaomasse. Jeder dieser Schritte trägt zum Geschmack bei, den du am Ende in der Tasse hast, von der fruchtigen Helligkeit des Piura Blanco bis zur erdigen Tiefe des Amazonia.
Und was ist mit der Frucht selbst?
Wer die Kakaofrucht einmal roh probieren möchte, kann das unabhängig von zeremoniellem Kakao tun, zum Beispiel über unseren Partner Trübenecker, der frische Kakaofrüchte direkt nach Hause liefert. Das ist ein eigenes Erlebnis mit einem ganz anderen Geschmack als deine Tasse Kaburoh, aber eine schöne Ergänzung, um die Herkunft noch greifbarer zu machen.
Mehr zur Frucht selbst findest du auf unserer Kakaofrucht-Seite und im Artikel Was ist eine Kakaofrucht?. Wie Fermentation, Trocknung und Röstung bei unserem Kakao ablaufen, erfährst du auf der Seite Herkunft Peru. Und wenn du direkt probieren willst, findest du beide Sorten hier: Piura Blanco und Amazonia.
