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Schwermetalle in Kakao: Was Cadmium-Grenzwerte wirklich bedeuten
Wer sich ausführlicher mit zeremoniellem Kakao beschäftigt, stößt früher oder später auf das Thema Cadmium. Das ist eine berechtigte Frage, und wir beantworten sie hier so ehrlich und konkret, wie es unser aktueller Kenntnisstand zulässt: mit dem, was wir belegen können, und ohne Zahlen zu nennen, die wir nicht selbst nachweisen können.
Warum Kakao überhaupt Schwermetalle enthalten kann
Kakaobäume nehmen Mineralstoffe aus dem Boden auf, in dem sie wachsen, darunter in geringen Mengen auch Cadmium. Das ist ein natürlicher Vorgang und keine Folge falscher Verarbeitung oder Lagerung. In mineralreichen, oft vulkanischen Böden Südamerikas, darunter weite Teile Perus, liegen die natürlichen Cadmiumgehalte im Boden von Natur aus höher als etwa in vielen westafrikanischen Anbaugebieten. Das betrifft die gesamte Kakaobranche in diesen Regionen, unabhängig von Marke, Farm oder Verarbeitungsschritt.
Was die EU-Verordnung konkret vorschreibt
Weil das Thema seit Jahren bekannt ist, hat die EU verbindliche Höchstgehalte festgelegt. Die Verordnung (EU) 2023/915 erlaubt für Schokolade mit mindestens 50 % Gesamtkakaotrockenmasse höchstens 0,80 mg Cadmium je Kilogramm und für Kakaopulver im Endverkauf höchstens 0,60 mg je Kilogramm. Diese Grenzwerte gelten für jede Charge, die in der EU in den Verkehr gebracht wird, ganz gleich, welche Marke oder welches Herkunftsland dahintersteht. Sie wurden mit einem Sicherheitsabstand zur gesundheitlich unbedenklichen Aufnahmemenge festgelegt, nicht als grober Richtwert.
Was das für Kaburoh bedeutet
Unser Kakao stammt aus der Cooperativa Norandino in Peru und wird von dort direkt importiert. Wie jede Kakaomasse, die in der EU verkauft wird, muss auch unsere die genannten Höchstgehalte einhalten, das ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern gesetzliche Voraussetzung für den Verkauf. Einen eigenen, veröffentlichten Laborbericht mit dem exakten Cadmiumwert unserer aktuellen Charge haben wir aktuell nicht vorliegen, deshalb nennen wir hier bewusst keine eigene Zahl. Das ist uns wichtiger, als eine Zahl zu veröffentlichen, die wir nicht selbst belegen können. Sobald ein eigener Analysebericht vorliegt, tragen wir die Werte an dieser Stelle nach.
Ist das für dich ein Grund zur Sorge?
Cadmium in der Nahrung ist kein Kakao-spezifisches Thema, Lebensmittelbehörden beobachten es über viele Lebensmittelgruppen hinweg, von Getreide über Innereien bis zu Meeresfrüchten. Genau deshalb gibt es die EU-weiten Grenzwerte: Sie sollen die Gesamtaufnahme über die gesamte Ernährung in einem unbedenklichen Bereich halten, nicht nur bezogen auf Kakao. Für die meisten Menschen mit einem üblichen Kakaokonsum ist das damit kein akuter Anlass zur Sorge. Wir sind aber keine Ärztin und kein Arzt: Wenn du gesundheitliche Vorerkrankungen hast oder aus anderen Gründen genauer wissen möchtest, was für dich persönlich unbedenklich ist, ist das eine Frage für eine Ärztin, einen Arzt oder eine Ernährungsberatung, nicht für einen Blogartikel.
Kurz zusammengefasst
- Kakaobäume nehmen von Natur aus geringe Mengen Cadmium aus dem Boden auf, besonders in mineralreichen Regionen Südamerikas wie Peru.
- Die EU schreibt dafür verbindliche Höchstgehalte vor: 0,80 mg je Kilogramm für Schokolade ab 50 % Kakaotrockenmasse, 0,60 mg je Kilogramm für Kakaopulver im Endverkauf.
- Diese Grenzwerte gelten für jede Charge, die in der EU verkauft wird, auch für unsere.
- Einen eigenen veröffentlichten Laborwert haben wir aktuell nicht, deshalb nennen wir hier keine eigene Zahl.
- Bei gesundheitlichen Vorerkrankungen oder speziellen Fragen empfehlen wir ärztlichen Rat statt einer pauschalen Einschätzung.
Mehr zu Herkunft und Verarbeitung?
Wie unser Kakao von der Kooperative bis in deine Tasse kommt, beschreiben wir auf unserer Seite Herkunft Peru. Weitere Sicherheits- und Anwendungsfragen beantwortet unsere FAQ, unter anderem zu Cadmium, Oxalsäure und Histamin.
